Drohnenaufnahmen verkaufen Ferienwohnungen. Aber die Nordseeküste ist mit Naturschutzgebieten, Inseln und Flugverbotszonen rechtlich nicht trivial. Was Vermieter und Hobby-Piloten 2026 wissen müssen.
Welche Drohne darf ich überhaupt fliegen?
Seit 2021 gilt EU-weit die EU-Drohnenverordnung. Sie unterscheidet drei Kategorien (Open, Specific, Certified). Für die meisten Vermieter ist nur Kategorie Open relevant – und auch hier gibt es Unterklassen:
- C0 (unter 250 g, z. B. DJI Mini 4 Pro): kein Drohnenführerschein nötig, fast überall fliegbar.
- C1 (250 g bis 900 g, z. B. DJI Mavic 3): kleiner EU-Kompetenznachweis A1/A3 nötig (Online-Test, etwa 30 Min., kostenlos beim LBA).
- C2 (bis 4 kg): Fernpiloten-Zeugnis A2 nötig (theoretische Prüfung).
Für Immobilienfotografie reichen in den meisten Fällen Drohnen unter 250 g. Mein Setup für Vermieter-Termine ist die DJI Mini 4 Pro – fünfzig Megapixel Foto, 4K-Video.
Wo darf ich an der Nordsee fliegen?
Hier wird es spezifisch. Die Nordseeküste hat besondere Schutzzonen, die für Drohnenpiloten zu Sperrzonen werden:
- Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer – grundsätzlich Flugverbot. Betrifft die gesamte Küstenlinie inklusive aller Inseln (Norderney, Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog etc.). Ausnahmen nur mit Aufstiegsgenehmigung der Nationalparkverwaltung.
- Vogelschutzgebiete während der Brutzeit (März–August) – auch außerhalb des Wattenmeers gesperrt.
- Sperrzonen rund um Flughäfen – Wilhelmshaven, Norddeich, Wangerooge.
- Militärische Sperrzonen – Nordsee-Übungsgebiete, dynamisch.
- Industriegelände – JadeWeserPort, einzelne Werften.
Wichtig: Privatgrundstücke und Wohngebiete sind nicht automatisch gesperrt, aber Sie brauchen die Zustimmung des Grundeigentümers für Start und Landung und müssen die Privatsphäre der Nachbarn wahren (DSGVO – Gesichter, Kfz-Kennzeichen).
Wie finde ich heraus, ob mein Ort frei ist?
Die offizielle App heißt DIPUL (Digitale Plattform Unbemannte Luftfahrt) vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Kostenlos, zeigt alle Sperrzonen in Echtzeit auf der Karte. Vor jedem Flug einmal kurz reinschauen – fünf Sekunden, spart vier Wochen Bußgeldverfahren. Alternative: Map2Fly von der DFS, etwas detaillierter, in der Vollversion kostenpflichtig.
Luftaufnahmen für Ihre Vermarktung – rechtssicher und aus einer Hand.
Im Paket „Premium Sichtbarkeit" sind 3–5 Drohnen-Luftbilder enthalten, sofern rechtlich zulässig und wetterabhängig möglich. Die Genehmigungslage prüfe ich vor jedem Termin.
Termin anfragenWas brauche ich für gewerbliche Aufnahmen?
Wenn Sie Bilder Ihres Hauses für Vermarktung nutzen (Inserat, eigene Website, Werbung), ist das streng genommen schon „gewerblich". Was Sie brauchen:
- Drohnen-Haftpflichtversicherung – Pflicht, deckt Schäden an Personen und Sachen ab. Kosten ca. 50–150 € pro Jahr.
- Drohnenkennzeichnung (e-ID) – jeder Betreiber muss sich beim LBA registrieren, kostenlos, dauert fünf Minuten online.
- Plakette an der Drohne mit Ihrer Registrierungsnummer.
- Bei Drohnen über 250 g: Kompetenznachweis A1/A3 oder A2.
Wann beauftrage ich besser einen Profi?
In drei Situationen:
- Wenn das Objekt im oder am Nationalpark liegt – hier prüfe ich vor jedem Termin, ob ein Drohnenflug überhaupt zulässig ist. Ist er es nicht, bekommen Sie statt eines rechtlichen Risikos einen gleichwertigen Ersatz (z. B. eine zusätzliche Twilight-Aufnahme) oder eine anteilige Erstattung – transparent geregelt in den AGB.
- Wenn Premium-Qualität gefragt ist – Bildbearbeitung, Kombination mit Boden-Aufnahmen aus einer Hand.
- Wenn Sie sich rechtlich absichern wollen – als Vermieter haften Sie sonst persönlich für jeden Fehler.
Fazit
An der Nordseeküste zu fliegen ist als Hobby-Pilot mit kleiner Drohne möglich, aber an vielen Stellen rechtlich heikel. Für Vermarktungs-Aufnahmen lohnt sich der Anruf bei einem Fotografen, der die Lage vorab prüft und die Verantwortung übernimmt. Mein Paket „Premium Sichtbarkeit" enthält Luftaufnahmen mit genau diesem Vorab-Check – die Bedingungen dazu stehen transparent in den AGB.